Von SEO hab ich keine Ahnung

Diesen Spruch wollen Auftraggeber heute gar nicht mehr hören! Zu meinen Anfangszeiten war es noch nahezu „normal“, wenn ich darauf hinwies, dass ich Texterin bin, aber keine Aussagen zur Suchmaschinenoptimierung treffen kann. Ich bekam dann brav meine Vorgaben zur Keyworddichte.

Heute – wo SEO in aller Munde ist und Google mit diversen Updates immer mal wieder die Hühner von der Stange scheucht – kann sich kein Texter mehr die totale Unwissenheit erlauben. Manchmal ist es gar nicht so leicht, den Auftraggebern zu vermitteln, was Texter können (wollen/ müssen) und was nicht.

Also SEO-Grundwissen habe ich natürlich schon …

So beginne ich meinen Vortrag, wenn mich ein potentieller Neukunde fragt, ob ich denn auch SEO könne? Ich berichte dann von meinen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit diversen Suchmaschinenoptimierern und den vielen verschiedenen Informationen, die mir von dort immer wieder zugetragen werden:

  • Content ist King!
  • Content ist nicht so wichtig, auf die richtigen Keywords kommt es an!
  • Ein Text muss MINDESTENS 400 Wörter haben, sonst nimmt Google ihn nicht ernst!
  • 150 Wörter reichen völlig, wenn die Keywords stimmen!
  • Der Content muss schon stimmen, aber ich brauch auch eine Keyworddichte von 4%.

usw., usf.

Klar, hab ich SEO-Grundkenntnisse und zwar jede Menge – Nur kann ich schwer sagen, welche dieser vielen Kenntnisse nun auch die richtigen sind.

Wenn ich hier angelangt bin, wird es Zeit, meine ganz persönlichen SEO-Qualitäten herauszustellen, denn ich bin eine

Texterin mit SEO-Feeling

Jawohl! Ein hochgeschätzer Kollege meinte neulich in einer Kurvendiskussion rund um die WDF*IDF-Thematik:

Unterm Strich enthält ein vernünftiger und erschöpfender Text IMMER die richtige Menge Keywörter. Diagramme und Tools werden notwendig, wenn man mehr KW haben möchte als die Textlänge zulässt. (Danke Micha)

Amen, kann ich da nur sagen – und schreibe meine Texte nach Gefühl und mit gesundem Menschenverstand. Das haben mir schon verschiedene SEOs bestätigt. Meine Texte ranken wie sie sollen und darauf kommt es schließlich an. Ich achte, außer natürlich es ist im Briefing vom Kunden ausdrücklich gewünscht und es sind bestimmte Suchbegriffe vorgeschrieben, kaum bewusst auf Keywords.

Für mich ist glasklar: Wenn ich über ein Thema schreibe, dann kommen ganz automatisch Wörter und Wortgruppen vor, die mit dem Thema zu tun haben und sitzen auch an der richtigen Stelle im Text. Da halte ich es ganz mit dem klangvollen „Content is King“ – das macht mir außerdem am allermeisten Spaß.

Also kann ich doch SEO?

Aber zurück zum Kundengespräch. „Also ich bin keine Seo-Spezialistin“. Ich höre förmlich das entsetzte Stocken am anderen Ende des Hörers: „Aber Sie haben doch auf Ihrer Webseite geschrieben, dass Sie SEO-Texte verfassen und sich damit auskennen?!“

Aber ja, natürlich doch – und ich brauche einige weitere Sätze, um mich noch einmal zu erklären.

Für mich sind alle Texte, die fürs Netz verfasst werden, SEO-Texte. Was denn auch sonst? Sie sollen ranken und das tun sie – nach meinen schlichten SEO-Kenntnissen durch sinnige Inhalte und eine passende Wortwahl. Meine Texte sind gut, denn sie machen Sinn – da brauche ich keine tiefgreifenden SEO-Spezialkenntnisse, die mir die Gehirnwindungen verkleben.

Ganz von selbst fließen und rutschen die Worte an die Stellen, an denen sie später auch wirken – das gehört zu meinem Job. Um alles andere rund um die Suchmaschinenoptimierung sollen sich bitte die Leute kümmern, die sich wirklich damit auskennen.

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Ich texte seit 2009 - mit wachsender Begeisterung. Als ehemalige Architektin liegen mir besonders die Bauthemen am Herzen. In vielen anderen Themen fühle ich mich ebenso Zuhause und verfasse Fachtexte, Blogbeiträge, Produktbeschreibungen und EBooks.

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