Die Texterin und der Kaffee

Ich kann in diesem Artikel zwar nur für mich sprechen, aber ich weiß, dass viele Texter und Freiberufler auch besessen sind – und zwar vom Kaffee. Dabei hat er, zumindest bei mir, inzwischen eigentlich schon gar keine aufputschende Wirkung mehr, er dient mehr oder weniger als Getränk für den ganzen Tag.

Der Kaffee als Muntermacher?

Bild Kaffeetasse - Pixabay
Bild Kaffeetasse – Pixabay

Ganz gleich, wann bei mir die eigentliche Arbeitszeit beginnt, Kaffee muss sein. Die Uhrzeit spielt da eher eine unwesentliche Rolle. Ich mag dieses braune Wasser zwar stark, aber mit viel Milch und Zucker. Da sind 5 große Tassen über den Tag verteilt keine Seltenheit.

Leider ist es manchmal auch so, dass die Tasse zwar am Schreibtisch steht, aber ich gar nicht zum Trinken komme. Er ist in der Regel lauwarm, wenn nicht sogar kalt, aber das macht ja nichts. Getrunken wird er trotzdem.

Die Zeiten, in denen mir Kaffee Herzrasen verursacht hat, sind längst vorbei. Ich bin müde, obwohl ich Kaffee getrunken habe, kann aber auch schlafen, obwohl ich gefühlte 5 Liter in der Blutbahn habe. Den Reiz hat der Kaffee mittlerweile verloren, aber er ist zwingender Bestandteil zu meiner Textertätigkeit – blöde Angewohnheit, oder?

Nach Alternativen suchen

Grundsätzlich wäre es ja für die Kreativität besser, wenn man gesunde Getränke zu sich nehmen würde. Verdünnte Säfte, Tee oder Wasser – aber das schmeckt mir einfach nicht. Kämen noch gezuckerte Limonaden infrage, aber die ja leider sind ebenso ungesund (aber Cola und Co. stehen natürlich auch griffbereit). Bleibt also letztendlich nur der Kaffee.
Ich hab manchmal schon den Verdacht, dass ich ein Zuckerjunkie bin, aber ich steh dazu. Zum Glück hab ich figurtechnisch keine Probleme, was es aber ernährungstechnisch nicht besser macht.

Die Texterin und ihre Laster

Neben dem Kaffee kommen natürlich noch weitere Laster ins Spiel. Und wieder spreche ich nur von mir. Vielleicht äußert sich ja einer in den Kommentaren dazu oder outet sich ebenfalls.

Zigaretten

Ganz klar, dass das schlimmste Laster das Rauchen ist. Es ist an sich schon ne blöde Angewohnheit, aber unterm Texten gleich noch viel schlimmer, denn eigentlich raucht man ja gar nicht. Man hält sich daran fest oder sie verglimmt im Aschenbecher. Ich hab aus dem 10-Finger-Schreibsystem mittlerweile ein 8-Finger-System entwickelt, sodass ich auch unterm Tippen „rauchen“ kann. Das kann man dem Schreibtisch auch ansehen. Da hilft nur „öfter mal wischen“.

Schokolade und „Süßkram“

Bild Schokolade - Pixabay
Bild Schokolade – Pixabay

Sind alle Texter schokoladensüchtig? Wenn ich auf Facebook so machen Status lese, könnte man das häufig meinen. Ich bin diesbezüglich zwar nicht süchtig, aber ich geb zu, dass es auch hier im Büro ein geheimes Versteck gibt, in dem ich Süßigkeiten bunkere. Und der Vorrat scheint schier unerschöpflich.

Gerade in der Weihnachtszeit türmen sich dort Lebkuchen, Weihnachtsmänner und Süßigkeiten aller Art. Die werden dann in meinen Nachtschichten allesamt „vernichtet“.

Als kleine Belohnungen für zwischendurch

Der Job als Texterin ist schon stressig. Besonders wenn der Stress hausgemacht ist. Zu kurze Abgabefristen, unvorhersehbare Geschehnisse, die den Arbeitsablauf stören oder sonstige Begebenheiten, die den Puls und die Nerven schnell zum Rasen bringen können.

Dienen die oben erwähnten Laster als Ersatzbefriedigung? Als Nervennahrung oder Aufputschmittel? Schwer zu sagen. Für mich persönlich gehören sie dazu und ich möchte, soweit es mir möglich ist, auch nicht darauf verzichten. Vielleicht sollte man dies für sich auch als kleine Belohnung sehen. Sollten einmal gesundheitliche Probleme auftauchen, werd ich das sicherlich noch einmal bedenken.

Wie bereits an anderer Stelle schon mal erwähnt, werde ich ja in der nächsten Zeit einiges umstrukturieren und verändern. Vielleicht gehören dann Kaffee und Co. ebenfalls der Vergangenheit an.

So, und nun seid Ihr dran? Welche schlechten Angewohnheiten habt Ihr? Irgendwelche Laster oder Rituale, die Ihr für die Arbeit braucht? Ich bin gespannt 🙂

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Anja Bergler

Geschäftsführerin/Teilhaberin bei Berla GbR - Berlatext
Seit 2007 Online-Texterin, Mutter von 4 Kindern und Teilhaberin der Textagentur Berlatext.

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