Die Erreichbarkeit von Textern

In Zeiten des Internets und der weltweit immer besseren Vernetzung sind viele Auftraggeber der Meinung, ein Texter müsste immer und auf sämtlichen Kanälen erreichbar sein. Mails reichen da schon lange nicht mehr aus. Am liebsten wäre es manchen, wenn sie den Texter per Handy, per Festnetz und per Skype erreichen können. Zu jeder Zeit versteht sich. Wie oft lese ich in Auftragsausschreibungen, dass das Erreichen per Skype eine Voraussetzung für die Erteilung eines Auftrags ist. Natürlich – sonst noch was?

Aufträge am liebsten per Mail

Das heißt nun nicht, dass ich nicht mit Kunden telefoniere. Aber ich möchte mir nicht, um einen Auftrag zu erhalten, Skype installieren und dieses nutzen. Da bin ich wie ein kleines Kind: „Nein, ich will das nicht!“ Und es ist auch nicht nötig. Denn es gibt genügend andere Kanäle, über die man kommunizieren kann.

Ich bin der Typ, der seine Aufträge am liebsten per Mail „bespricht“. Wenn ein Kunde gerne einen Rückruf haben möchte, dann tu ich das natürlich auch. Nicht, dass Sie denken, ich habe keinen Bock mit Menschen zu sprechen. Aber ich habe mir angewöhnt, wichtige Dinge per Mail zu klären. So habe ich alles schwarz auf weiß und der Kunde kann im Nachhinein nicht sagen, dass er es ganz anders gemeint oder dies und jenes gesagt hätte, was letztlich nicht der Fall war. Daher bitte ich Auftraggeber auch nach einem Telefonat um eine Mail, in der das Wichtigste noch mal steht. Auch wenn manche AG schreibfaul sind und ich durchaus merke, dass sie das eigentlich nicht möchten, da mache ich keine Ausnahme. Ein bisschen Sicherheit möchte ich schon auch haben.

Aber kommen wir zurück zur Erreichbarkeit. Klar, mit Telefon und Skype ist man – sofern man zuhause weilt – immer erreichbar. Aber muss das sein? Nein, denn auch Texter haben ein Privatleben. Ich habe zu Beginn Kunden auch meine Privatnummer gegeben. Das Resultat waren Anrufe um 23 Uhr abends, um 7 Uhr morgens und auch mal sonntags. Erst nachdem ich die Nummer des Kunden gesperrt hatte, hörte das auf, denn dem Kunden war es egal, ob ich gerade keine Zeit hatte oder noch schlief. Natürlich ist nicht jeder so, aber so lassen sich Kunden auch zu einem gewissen Maße erziehen.

Mein Fazit: Wenn ich arbeite bin ich per Mail genauso schnell erreichbar, wie per Handy, Festnetz oder Skype. Arbeite ich nicht, dann braucht ein Kunde somit auch nicht anzurufen, denn dann bin ich für Geschäftliches nicht zu sprechen. Ergo ist die Mail die beste Möglichkeit, um mich schnell zu erreichen. Auf Wunsch rufe ich natürlich zurück. Aber ich lasse mir nicht vorschreiben, wie ich zu kommunizieren habe.

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Ich brigne Irhe Buhcsetabn in die rhigicte Riheneflgoe

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