Der Abgabetermin naht – doch es will einem einfach nichts einfallen

Irgendwie wird man ja nicht als Texter oder Texterin geboren. Nein, man hat ganz andere Berufswünsche: Frisörin, Zahnarzthelferin oder Erzieherin.
Und ich hatte jetzt auch wirklich nicht in jungen Jahren den Berufswunsch „Texterin“. Naja, das hängt wohl auch damit zusammen, dass man in meiner Schul-, Jugend- und Drangzeit noch diesen Beruf in der Form nicht kannte. Und wenn ich dran denke, wieviel Spaß mir das Aufsatzschreiben früher gemacht habe, dann wundere ich mich wirklich heute, wieso ich diesen Weg eingeschlagen habe.
Und was noch viel verwunderlicher ist: es macht mir heute unheimlichen Spaß, Texte zu den verschiedensten Themen zu verfassen – es ist schon als Sucht zu bezeichnen.

Aber nun zum eigentlichen Thema – wenn man einen oder mehrere Texte verfassen soll und einem so rein gar nichts einfällt. Na gut, es fallen einem schon Dinge ein, die bringt man auf den Monitor, doch diese sind wieder schneller gelöscht als sie geschrieben waren.
Dann fängt man wieder an, neuer Ansatz und doch irgendwie wieder nicht schön und passend.
Der Termin der Abgabe rückt aber näher! Was tun?

• Die Texte einfach tippen und pünktlich abgeben?
Geht gar nicht!
Nein, der Auftraggeber erwartet Qualität und eine hervorragende Lesbarkeit der Texte. Schließlich steht man als Texter für Qualität, Fakten, gut recherchierte Inhalte und die guten Texte.
Denn ein Text hat die Aufgabe, Interesse beim Leser zu wecken, ihm Informationen zukommen zu lassen, ihn mit Fachwissen zu fesseln – und das selbst bei trockenen Themen.

• Den Auftraggeber kontaktieren und um Terminaufschub fragen?
Diese Variante könnte man in Betracht ziehen, doch es ist für einen Texter zweischneidig. Man möchte die Termine einhalten, doch auch Qualität liefern. Und wenn es gar nicht läuft, dann springe ich auch mal über meinen „Texterschatten“ und bitte um einige Tage Aufschub.
Wenn es dann wirklich unumgänglich war, ich den Auftraggeber kontaktiert und um einige Tage „Verlängerung“ gebeten habe, bin ich auf Verständnis gestoßen. Was sagt uns das: auch Auftraggeber sind Menschen mit Herz.

• Eine Stunde lang etwas ganz anderes machen
Diese Vorgehensweise habe ich sozusagen für mich entdeckt. Einfach mal den Kopf frei machen, eine Runde Spazieren gehen oder mit dem Sohn was spielen. Danach geht man ungezwungener, entspannter an die Texte heran und bei mir hat sich gezeigt, dass der Textfluss wieder gegeben ist.

Und spätestens dann frage ich mich, warum es nicht direkt so gehen konnte.

Dann gibt es auch die ganz anderen Tage – da habe ich so viele Ideen und schon fertige Sätze in meinem Kopf, die ich gar nicht so schnell auf den Monitor bringen kann.

Aber ich denke, das gehört zum Beruf dazu. Programmierer, Konzeptionierer oder auch Webdesigner werden auch nicht jeden Tag gleich gut funktionieren. Auch ihnen wird es einmal an Ideen und zündenden Ideen mangeln. Und jeder wird wohl seinen Weg gefunden haben, damit umzugehen und dieses Manko zu beseitigen.

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Seit 2006 bin ich als Texterin, auch als "Satzbauerin" bezeichnet, im Netz unterwegs. In einer Kombination aus Wissen, Erfahrung, Gedanken, Ideen und jeder Menge Sinn und Unsinn im Kopf sind bereits Tausende Texte entstanden. Texte zu den verschiedensten Themen - von A wie "Andalusien" bis Z wie "Zollwerkzeuge"

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