Das Texter-Briefing – oder die „shit in – shit out“-Situation …

Wie Sie Zeit und Geld sparen.

Wie Sie vermeiden,

  • dass Sie einen Text über Insekten bekommen, statt über ein Auto, nur weil Sie „Käfer“ bestellt haben
  • dass ein Texter beim Thema „Linse“  über Hülsenfrüchte referiert, statt über Brennweite
  • dass man Sie als Anlageberater beim Thema „Blüten“ als Botaniker verkannt hat …

    Von Teekesselchen und Briefings. Bildrechte: Stephanie Helmig
    Von Teekesselchen und Briefings. Bildrechte: Stephanie Helmig

Sie haben geschmunzelt, ich habe es genau gesehen – was auf den ersten Blick „witzig“ aussieht, ist für viele Texter Alltag. Nicht selten lauten Anzeigen „Suche Texter, die sich mit Sport auskennen“ – sonst nichts – mit etwas Glück, Zeit und echtem Interesse an professioneller Arbeitsweise ist vielleiiiiicht noch ein „bitte Referenzen und Preisvorstellung übermitteln“ in die Anzeige integriert.

An genau diesem Punkt beginnen Engelchen und Teufelchen auf meinen Schultern eine rege Diskussion, denen Frau Mrs. Gelaunt irgendwann ordentlich eins auf die Zwölf gibt, damit diese in Ruhe arbeiten kann.

„Ich habe Ihr Textergesuch gelesen, falls Sie … würde ich mich freuen, für Sie tätig werden zu können“ versus „Ich habe den Sportkanal abonniert. Meine Preisvorstellung lag bei 14,95 – aber 25 ist dafür auch ok!“.

Als Profitexter habe ich einen Anspruch – Sie hoffentlich auch!

Was an dieser Stelle überheblich klingen mag, ist in meinen Augen Basis für UNSEREN Erfolg – denn ich bin nur dann erfolgreich, wenn Sie mit meinen Texten Erfolg haben.

Briefing: Wichtig für Auftraggeber und Texter

Ein Briefing ist die Grundlage der Zusammenarbeit, es entscheidet über den perfekten Text und spart wertvolle Zeit, Geld und Ressourcen.

Lassen Sie uns beim Beispiel Sport bleiben. Es ist wichtig zu wissen, ob es um Krafttraining, Fußball, Golfen oder Surfen geht. Für mich als Texter, aber auch für Sie. Nur wenn Sie sich offen äußern, sprechen Sie den „richtigen“ Texter an. Gleiches gilt auch für die Textlänge, den Einsatzort – ob Sie den Text für das Internet, die Tageszeitung oder ein Magazin benötigen. Sie wollen wissen, was ein Text kostet? Wie soll ich Ihnen das sagen, wenn ich nicht weiß, wie lang er werden soll?

Ich frage mich oft, warum die Suche nach einem Texter – gerade über Social-Media-Kanäle – so plump und oberflächlich „hingespuckt“ wird. Solche Gesuche kann ich nicht ernst nehmen.  Meine Erfahrung zeigt, dass genau jene Och-schau-ich-doch-mal-eben-Gesuche das Projekt erfolgreicher und guter Text überhaupt nicht wertschätzen.

Sagen Sie, was Sie wollen!

Es muss nicht immer ein formelles, „ordentliches“ Briefing sein. Ein Text, der am Thema vorbei ist, kann ganz klar vermieden werden – in dem der Auftraggeber möglichst genau sagt, was er möchte – und der Texter nachhakt. Nur so wird eine Diskussion über Bezahlung/Neuerstellung nahegehend vollkommen ausgeschlossen.

Ziele festlegen, Klartext reden – Herz ausschütten

Vereinbaren Sie, welchen Zweck der Text erfüllen, welche Wirkung er bei welchem Leser erzielen soll.  Eine Vielzahl meiner Kunden mögen Briefingformulare nicht, schildern lieber frei Ihre Wünsche und Vorstellungen. Selbstverständlich gehe ich auch darauf ein. Je nach Projekt macht es sogar Sinn, schnörkellose Schilderungen persönlich zu besprechen, Ideen anzubringen, Brainstorming zu betreiben. Gute Texter sollten sich immer als gute Zuhörer bewähren, sich gedanklich auf die Situation, seine Kunden und ihre Ziele einlassen. Kommunikation als Erfolgsrezept. Je mehr Informationen und Details der Texter von Ihnen bekommt, desto schneller bekommen Sie Ihren Text, was ihn oft auch günstiger macht. Kommunikation sieht ein guter Texter nicht als Einbahnstraße. Das heißt für mich persönlich, dass er Kritik annehmen und ggf. anpassen sollte. Falls dieser Änderungswunsch, der Anmerkungswunsch jedoch die erwünschte Wirkung verwischen würde, sehe ich es als Aufgabe, den Kunden darauf hinzuweisen.

Löcher im Bauch, nicht in der Kasse

Ein Profi-Texter fragt Ihnen unter Umständen  Löcher in den Bauch – damit sich der gewünschte Text bezahlt macht. Glauben Sie mir, er macht es in Ihrem Interesse.

„Vorsicht – keine Regel ohne Ausnahme. Nicht jeder Texter schätzt ein klares, deutliches Briefing. Ich schon – ich mag Kunden, die wissen was sie wollen, weil sie erkennen, was ich kann

Was ist ein gutes Briefing? Fragen, die ein Briefing klären sollte:

WER ist der Auftraggeber, Ansprechpartner, Kontaktdaten

WAS möchten Sie kommunizieren

  • Auftrag Kurzbeschreibung
  • Hauptbotschaft
  • Inhalt/Aktionen (Tag der offenen Tür, Produktneuerung)
  • Detailinformationen
  • Nutzen kompakt (Warum brauche ich Ihr Produkt?)
  • Leistungsmerkmale (Was macht Sie so besonders?)

WOFÜR benötigen Sie den Text

  • Für welches Medium (Mailing, Anzeige, Webseite …)
  • Auftragsvolumen/Arbeitsumfang (Seitenzahl, Format, Textmenge – in Buchstaben, Worten, Zeilen)

WEN wollen Sie erreichen

  • Zielgruppe (Alter, Geschlecht, Interessen, ehemalige Kunden, Stammkunden)

WIE soll der Kunde angesprochen werden

  • Tonalität (Eigenschaften nennen, die vermittelt werden sollen)

WAS der Texter sonst noch wissen muss

  • Unterlagen (was auch immer Sie uns dazu übermitteln möchten)
  • Abgabetermin (bis wann muss der Auftrag erledigt sein)

 

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