Bloggen oder nicht Bloggen – das ist hier die Frage

Ich bin Texterin mit einem großen Faible für Fachtexte, am allerliebsten sind mir große Aufträge zu technischen Themen, bei denen alle Aspekte beleuchtet werden sollen. Noch besser gefallen mir komplette Buchaufträge, soeben habe ich gleich zwei davon in der Pipeline liegen und freue mich schon sehr aufs Schreiben. Klar blogge ich auch – in der Regel gegen Geld oder seit neuesten hier, bei texterwissen.de. Die Frage, die mich in den letzten Wochen umtrieb war vor diesem Hintergrund: Brauche ich da wirklich auch noch einen eigenen Blog?

Ein Thema das mir am Herzen liegt …

… ist seit vielen Jahren schon der Umweltschutz. Meine „aktiven“ Zeiten sind allerdings schon lange vorbei. Heute befasse ich mich damit, mein Privatleben so umweltverträglich wie machbar zu gestalten und mich mit den theoretischen Aspekten von Nachhaltigkeit und Ökologie zu befassen – sehr gerne auch gegen Bezahlung. Es gab Aufträge für ein Lexikon und Artikel von einem großen Nachhaltigkeitsportal, auch im Bereich der regenerativen Energien habe ich etliche Texte zu diesem Thema verfasst.

Screenshot Webseite fairhandeln-nachhaltigleben.de
fairhandeln-nachhaltigleben.de

Aus einer Laune heraus ist vor zwei Jahren ein Blogprojekt entstanden. Auf www.fairhandeln-nachhaltigleben.de blogge ich über Themen, die mich in diesem Bereich besonders interessieren oder die ich meinen Lesern nahebringen möchte. Die Blogposts drehen sich um regenerative Energie, sanften Tourismus, Infos zu Nachhaltigkeit und Klimawandel oder auch alternativ-medizinische Ansätze.  Ebenso gibt es Informationen, wo man ökologisch einkaufen kann oder Verlosungsaktionen, bei denen DVDs gewinnen sind. Soweit zumindest die Theorie! Die Wirklichkeit sieht nämlich gaaaanz anders aus.

Wunschdenken und Wirklichkeit

Ein Themenblog rund um die Nachhaltigkeit ist für mich deutlich mehr als Werbefläche für meine Arbeit als Texterin. Ich möchte Denkanstöße geben, informieren und auch Hilfestellung bieten. Wenn Zeit und auch (ja, ich gebs zu!) Motivation so sehr zu wünschen übrig lassen, dass die Artikel nur sporadisch fließen, dann liegt das zum Teil tatsächlich am hohen Anspruch – oder ist auch das nur eine Ausrede?

Auf jeden Fall stellten sich mir folgende Fragen nämlich: Wie viele Texte müssen auf einem Blog veröffentlicht werden, damit es – auch aus Seo-Hinsicht Sinn macht? Und wenn nur ab und an etwas veröffentlicht wird – wer LIEST das dann überhaupt? Denn ich gebe es zu: Auch was das Teilen angeht, bin ich faul und allzu oft mit anderen Dingen sehr beschäftigt.

Was will ich eigentlich?

Schließlich musste ich mir noch die Frage stellen, was will ich denn mit dem Blog überhaupt? Informieren, Geld verdienen, mich präsentieren? Zum Glück war die Antwort darauf einfach: Von allem etwas und zwar genau in dieser Reihenfolge. Mir war allerdings klar, dass das in der Form, in der ich den Blog im Augenblick betreibe, kaum etwas werden wird. Schließlich ergab sich für mich folgende Überlegung:

Verkaufen oder behalten und bloggen?

Ich habe ein recht attraktives Angebot für den Blog bekommen, habe mich aber schließlich dann doch entschieden, das Projekt weiterzuführen. Grund dafür waren insbesondere einige gute Inputs meiner geschätzten Texterkolleginnen (ja, in diesem Fall waren es nur Kolleginnen) – Danke Euch dafür! Außerdem wurde mir bei einem Blick auf die Besucherzahlen und die Anfragen noch einmal klar, dass hier ein Potenzial liegt und es nur von mir abhängt, ob ich dieses Nutzen und ausschöpfen kann und werde. Und diese Erkenntnis verführt mich seit jeher dazu, mich auf Trab zu bringen.

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Ich texte seit 2009 - mit wachsender Begeisterung. Als ehemalige Architektin liegen mir besonders die Bauthemen am Herzen. In vielen anderen Themen fühle ich mich ebenso Zuhause und verfasse Fachtexte, Blogbeiträge, Produktbeschreibungen und EBooks.

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