Bestie Mensch und die Tiere

Als wir den Blog begonnen haben, haben wir – also die Texter – darüber gesprochen, was hier alles veröffentlicht werden soll. Und so entstand auch die Idee, Texter Gedanken kundzutun. Und genau das will ich heute tun. Wer mich kennt, weiß, dass ich Tiere liebe. Ich halte es ein bisschen mit dem guten alten Schopenhauer: „Seit ich Menschen kenne, liebe ich die Tiere.“ Und ich finde, zu Recht, denn was wir den Tieren antun, übertrifft alle Boshaftigkeiten und Brutalitäten des Menschen. Und das macht mich wütend, ja, eigentlich stinksauer und zugleich ohnmächtig.

 

Der Mensch – die Bestie vorm Herrn

Sie halten den Wolf, den Tiger oder das Krokodil für eine Bestie? Dann kennen Sie den Menschen nicht. Ein Tier tötet, um zu überleben, ein Mensch tötet aus Spaß und Tollerei. Über sieben Milliarden Menschen bevölkern nun die gute alte Erde. Sieben Milliarden, die nicht in der Lage sind, das Leben von 3.200 Tigern, 4.900 Schwarzen Nashörner oder 25.000 Eisbären zu erhalten. Im Gegenteil, wir töten weiter frisch, frei, fröhlich drauf los. Wir nehmen Tieren ihren Lebensraum weg, um unsere eigene Profitgier zu befriedigen. Wir schmücken unsere Häuser mit Trophäen von toten Tieren. Wie makaber ist das denn? Würden Sie auf die Idee kommen, Ihre Oma auszustopfen und zu Hause hinzustellen? Sicher nicht, aber mit Tieren wird es getan. Wir quälen Tiere zum Vergnügen, zum Fressen und um uns zu bekleiden. Und dann faseln wir was von Tierschutz. Allein das Wort Tierschutz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Es gibt ja auch keinen Menschenschutz.

 

Säuberungsaktionen in Rumänien, der Ukraine und anderen Ländern

Einige Länder glauben immer wieder, zu bestimmten Anlässen sogenannte Säuberungsaktionen durchführen zu müssen. So geschehen zur Fußball WM 2012 in der Ukraine und auch zum Eurovision Song Contest 2012 in Aserbaidschan. Tausende Streunerhunde wurden aufs Grausamste vergiftet, erschlagen, erschossen und bei lebendigem Leibe verbrannt. Falls Sie das nicht glauben, das können Sie ruhig. Im Internet finden Sie ausreichend Beweise. Das Streunerproblem ist aber überhaupt erst durch die fehlende Fürsorge für Tiere entstanden. Wild wurde drauf losgezüchtet, um Geld mit Tieren zu verdienen. Ganze Hundefarmen entstanden. Kastrieren? Ach i wo. Tiere, die sich nicht verkaufen ließen, wurden einfach auf der Straße entsorgt. Bis – ja bis eben die grausamen Säuberungsaktionen kamen. Es ist keine Lösung, dass Sie sich jetzt für einen Hund oder eine Katze aus Rumänien, Ungarn oder Spanien entscheiden. Deutsche Tierheime sind ebenso voll mit Tieren. War es früher noch möglich, diese zu vermitteln, so macht genau dieser Trend den deutschen Tierheimen das Leben schwer. Auch in Deutschland wird bereits über die „Vernichtung“ der Tiere nachgedacht.

 

Tierversuche – Fluch oder Segen?

Gehören Sie noch zu den Menschen, die glauben, dass Tierversuche wichtig sind? Dann wird es Zeit, dass Sie sich informieren. Tiere funktionieren doch etwas anders als der Mensch. Das allein sollte Sie skeptisch machen. Viele Komponenten, die für uns hochgiftig sind, werden nämlich von Tieren einwandfrei vertragen. Seit über 25 Jahren wissen wir, dass grausame Tierversuche überholt sind und keine Aussage auf die Verträglichkeit der Produkte durch diese Versuche getroffen werden können. Die Resultate sind für den Menschen einfach nicht brauchbar. Nun werden Sie sich fragen, warum trotzdem noch Tierversuche durchgeführt werden. Die Antwort ist ganz einfach und lautet: PROFIT. Neben der Pharmaindustrie profitieren noch mehr Zweige von den Versuchen mit Tieren. Wir reden hier nicht von ein paar Euros, sondern von Milliarden!!!

Allein in Europa sterben jedes Jahr etwa 11,5 Millionen Tiere in den Laboren. Davon jedes fünfte Tier in einem deutschen Labor. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche kämpft seit Jahren dagegen an. Ja, Sie haben richtig gelesen, es sind Ärzte, die gegen Tierversuche kämpfen. Laut einer Studie starben 2011 in Europas Laboren 6.999.312 Mäuse, 1.602.969 Ratten, 1.397.462 Fische, 17.896 Hunde, 3.713 Katzen und 6.095 Affen. Ein großer Teil der Tiere starb auch bei Forschungen für Kosmetika. Und das, obwohl seit 2009 in der EU ein Verbot besteht, Tierversuche für diesen Zweck durchzuführen.

 

Du bist, was Du frisst

Anders kann man es wohl nicht ausdrücken. Denn auch diese Tiere leiden – wobei das Wort „leiden“ die Untertreibung des Jahrhunderts ist. Eingekeilt in winzigen Käfigen, vegetieren diese Tiere vor sich hin um am Ende auf einem Schlachthof grausam gerichtet zu werden. Falls Sie noch irgendwo das Bild von der fröhlichen Muttersau vor Augen haben, die im Frühling mit ihren Frischlingen über die Wiesen tobt – vergessen Sie es. Ob Schwein, Kuh oder Huhn, diese Tiere waren nie glücklich und werden es auch niemals sein. Eingepfercht in klitzekleinen Käfigen, in denen sie sich nicht mal drehen können, verbringen die Tiere ihr „Leben“. Schweine gehören übrigens zu den intelligentesten Lebewesen. Die Tiere leiden unter den Bedingungen und drehen im wahrsten Sinne des Wortes durch.

Versuchen Sie sich auch gar nicht erst vorzustellen, wie diese Tiere sterben. Im Schlachthaus wird Akkordarbeit geleistet. Dass die „Menschen“, die dort arbeiten, abgebrüht sein müssen, können Sie sich bestimmt vorstellen. Normalerweise werden die Tiere vor dem Schlachten betäubt. Makaberer Weise werden sie vergast. Woher die Idee wohl stammt? Oft funktioniert das aber nicht. Viele Rinder und Schweine werden bei lebendigem Leib gebrüht und bluten aus. Warum die Regierung nicht eingreift? Auch hier lautet die Antwort: PROFIT. Fleisch, das eigentlich etwas Besonderes auf dem Tisch sein sollte – auch weil zu viel Fleisch krank macht – ist Billigprodukt geworden. Inzwischen sind es die Reichen und Schönen, die bewusst auf Fleisch verzichten. Klar, wer will auch schon mit 40 alt und grau aussehen. Außerdem weiß inzwischen fast jedes Kind, dass unser Fleisch vollgestopft ist mit Antibiotika. Wir entwickeln eine Antibiotikaresistenz, die uns bei Erkrankungen das Leben schwer macht und uns dieses sogar kosten kann, weil kein Medikament mehr anschlägt.

Das scheinbar billige Fleisch aus dem Supermarkt bezahlen Sie teuer. Und damit ist nicht nur die Gesundheit gemeint. Neben dem Preis für das Fleisch bezahlen Sie dieses nämlich auch noch mit dem Trinkwasserpreis und den Steuern. Ein großer Teil der Schweine, Rinder und Hühner kommen gar nicht erst in den Handel, sondern fliegen schon vorher auf den Müll. Klar, dass Sie auch diese Tiere bezahlen.

 

Des Kaisers neue Kleider…

… sind auf keinen Fall aus Leder, denn auch für Leder und Wolle werden Tiere gequält. Die Tiere werden in winzigen Käfigen gehalten und bei Bedarf auch schon mal bei lebendigem Leibe gehäutet. Der Rest fliegt auf den Müll, wo sich die Tiere quälen, bis sie endlich grausam verrecken. Den süßen kleinen Angorakaninchen wird das Fell auf Streckbänken, auf die sie gebunden sind, einfach per Hand rausgerissen. Mehrmals im Jahr müssen die empfindlichen Tiere diese Tortur ertragen. Inzwischen haben sich schon ganze Handelsketten gegen Produkte aus Angorawolle entschieden.

 

Auch Veganer unterstützen Tierquälerei

Ja, die Vegetarier und Veganer, ist schon ein eigenes Völkchen. Sie verachten die Fleischfresser und Lederträger abgrundtief. Bei allem Frust vergessen sie aber, dass sie die Tierquälerei kräftig mitfinanzieren. Und das ganz ohne Fleisch, Leder, Wolle oder Produkte aus Tierversuchen zu kaufen. Mit dem Euro Trinkwasser wird die Fleischindustrie finanziert. Aber auch mit den Steuern werden Tierqualprojekte unterstützt. Mit 20 Millionen Euro Steuern werden Schlachthäuser jährlich subventioniert. Noch mal 80 Millionen Euro fließen in den Bau von Ställen für die Massentierhaltung. Deutschland bietet sich für die Massentierhaltung regelrecht an. Die Kontrollen sind lau und die Landwirte können viel tierischen Dünger auf den Wiesen und Feldern ausbringen. Da reiben sich nicht nur deutsche Landwirte die Hände, sondern auch ausländische, die hier beste Bedingungen für eine Massentierhaltung vorfinden und diese auch noch subventioniert bekommen. Logisch, dass Veganer und Vegetarier auch diese unterstützen.

 

Der Grausamkeiten gibt es viele

Ja, der Mensch ist erfinderisch. Vor allem, wenn es darum geht, Tiere zu quälen. Das sind noch lange nicht alle Grausamkeiten, die Bestie Mensch sich einfallen lässt. Angesichts dieser Taten stellt sich doch die Frage, wie so etwas vereinbar ist mit einer Spezies, die von sich glaubt, an Intelligenz und Moral den anderen Lebewesen überlegen zu sein. Mit zunehmender Industrialisierung ist auch eine zunehmende Verrohung des Menschen zu beobachten. Dabei spreche ich noch gar nicht von den kleinen Misshandlungen im Privaten, von den vielen Zirkussen, in denen Tiere zur Belustigung der Menschen gequält werden, von den Zoos, in den Tiere ganz sicher nicht artgerecht gehalten werden, den Qualzüchtungen und den zweifelhaften Ritualen, die so mancher Landstrich aufzuweisen hat. Um ehrlich zu sein, ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte. Und falls Ihnen jetzt noch nicht schlecht ist, sollten Sie Ihre Gedankengänge mal hinterfragen. Wenn Sie jetzt noch ruhig schlafen können, sind Sie schon lange Teil eines korrupten und profitorientierten Systems, dass Sie zum Schweigen und Stillhalten verurteilt hat.

 

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Ich serviere Texte nicht nur geschüttelt, sondern auch gerührt. Mit Fantasie und Kreativität entstehen bei mir spritzige Text-Cocktails.

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