Besser im Alleingang texten!

Sind Sie ein Texter, der grundsätzlich selbst für seine Kunden schreibt oder gehören Sie zu denen, die Aufträge an andere Texter abgeben? Dieser Artikel zeigt Ihnen, warum es besser ist, im Alleingang zu texten.

Die wichtigsten Gründe:

  • einheitlicher Stil
  • verlässliche Qualität
  • hohes Maß an Kundenvertrauen
  • höhere Umsätze
  • Zuverlässigkeit
  • Eigenverantwortlichkeit

Das sind aber längst noch nicht alle Gründe, die dafür sprechen, ausschließlich allein zu texten. Es gibt auch eine Ausnahme von dieser Regel, die ich Ihnen gleich zu Beginn verraten will:

Es kommt vor, dass es mit einem Auftrag nicht vorangeht. Entweder ist eine Schreibblockade daran schuld oder Sie haben sich so festgefahren, dass die Kundenwünsche nicht mehr zuverlässig umgesetzt werden können. In diesen Fällen rate ich sogar dazu, einen anderen Texter auf das bisher Geschriebene gucken zu lassen, um so wertvolle Anregungen zu bekommen und eine ganz andere Sichtweise zu bekommen. Aber: Nutzen Sie die Hilfe eines externen Texters nur, wenn Sie ihm vertrauen und wissen, dass er wirklich gut ist. Lassen Sie sich Anregungen geben, gern auch einzelne Satzfetzen formulieren, aber schreiben Sie den Text schließlich trotzdem selbst. Sie profitieren von Ihrem Alleingang gleich in mehrfacher Hinsicht.

Typische Erfolgsbremsen für Texter

1.) Aufträge vor den Augen der Auftraggeber weiterreichen

Dieses Vorgehen kann man besonders häufig bei machdudas.de beobachten. Ein Texter bewirbt sich auf unzählige Aufträge und bekommt aufgrund seines niedrigen Angebots sehr viele davon. Kurze Zeit später sieht man den Texter seinerseits Aufträge für andere Texter einstellen, die mit maximal 1 Cent/Wort vergütet werden. Schließlich will man ja auch noch daran verdienen bzw. nicht mehr ausgeben, als man selbst dafür bekommt. Warum machen Texter so etwas? Ein Grund dürfte darin liegen, dass das Arbeitspensum einfach nicht allein zu bewältigen ist.

Ein weiterer Grund ist häufig der, dass der Texter keinerlei Erfahrungen mit dem Thema hat und den Auftrag eigentlich gar nicht erfüllen kann. Andere Texter bauen um sich herum eine Art Agentur auf, akquirieren Aufträge und reichen sie an andere Texter weiter, um Geld zu verdienen, ohne sich dafür groß anstrengen zu müssen. Das Problem: Natürlich sehen die Auftraggeber, dass der soeben akzeptierte Texter ihre Aufträge einstellt und machen sich so ihre Gedanken darüber. Hier geht es nicht nur um die zu erwartende Qualität, sondern auch um das unerlaubte Weitergeben von Firmeninterna! Das Vertrauen der Auftraggeber ist also im schlimmsten Fall nachhaltig erschüttert.

2.) Aufträge hinter dem Rücken der Auftraggeber weiterreichen

Dasselbe Prinzip wie bei Punkt 1, nur das diese Texter bereits über ein Netzwerk verfügen und sich nur selten die öffentliche Blöße geben müssen. Häufig bewerben sie sich bereits mit Phrasen wie „Mein Autorenpool verfügt über Texter mit viel Erfahrung im gewünschten Bereich.“ oder „Wir erledigen Ihren Auftrag schnell und professionell.“

3.) Aufträge knapp vor der Deadline weiterreichen

Da nimmt ein Texter einen Auftrag an, der ihm leider absolut nicht liegt. Das Thema ist ihm unverständlich und er hat den Rechercheaufwand unterschätzt. Vielleicht kam aber auch ein lukrativerer Auftrag dazwischen, so dass die Lust, diesen Auftrag zu bearbeiten, ständig sinkt. Rückt der Abgabetermin näher, fangen diese Texter an, einen Ersatz für sich zu suchen.

Die Folgen

Wenn Sie Ihre Aufträge selbst bearbeiten, sind Sie nur für Ihre eigene Zuverlässigkeit und Qualität verantwortlich. Geben Sie die Aufträge an externe, häufig noch unbekannte Texter ab, müssen Sie deren Fehler vor Ihrem Auftraggeber verantworten. Sie haben es sicher schon erlebt, dass ein Texter, den Sie für einen Kundenauftrag eingesetzt haben, nicht pünktlich liefern konnte oder wollte. Erinnern Sie sich an den Stress und die Verzweiflung? Mussten Sie vielleicht doch selbst einspringen und haben die Deadline trotzdem nicht geschafft? Oder bekommen Sie häufig Texte von mangelhafter Qualität, die Sie nun trotzdem noch bearbeiten müssen?

Viele Texter, die ihre Aufträge an andere Texter abgeben, meinen, sie sparen dadurch den Rechercheaufwand und müssen nur noch umformulieren. Aber ganz ehrlich – ist es nicht besser, den Auftrag gleich selbst zu erledigen? Für Sie persönlich kann das Weiterreichen von Aufträgen viele unangenehme Folgen haben. Ich habe schon von Textern gehört, die sich an die jeweiligen Auftraggeber gewandt haben und um weitere Informationen baten. Das Ziel: Der Auftraggeber sollte erfahren, dass jemand anderes seinen Text schreibt und so zu einem Neukunden werden.

Für Sie bedeutet das Ärger! So stellt die unerlaubte Weitergabe von Unternehmensinformationen an sich schon eine Straftat dar, besonders dann, wenn Sie vor der Auftragsvergabe eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben mussten. Davor können Sie sich nur schützen, indem Sie Auftraggeber unmissverständlich darauf hinweisen, dass Sie bei Bedarf externe Texter beschäftigen.

Angenommen, der externe Texter hat seine Sache sehr gut gemacht und der Auftraggeber hat nichts von der Weitergabe bemerkt. Nun möchte er aber wieder einen Text und Sie setzen einen anderen Texter darauf an. Der Stil ist natürlich nicht derselbe und überhaupt ist die Qualität ganz miserabel – diesmal lehnt der Auftraggeber den Text ab und versteht die Welt nicht mehr. Deshalb: Wenn Sie schon externe Texter einsetzen, dann bemühen Sie sich bei Kundenzufriedenheit darum, immer denselben Texter für den Kunden einzusetzen. So minimieren Sie Ihr Risiko und das des Auftraggebers.

Übrigens: Ist Ihr Auftraggeber mit dem Einsatz eines anderen Texters nicht einverstanden oder wurde nicht darauf hingewiesen, kann er die Bezahlung verweigern, wenn er davon erfährt. Sie jedoch tragen das volle finanzielle Risiko, denn die externen Texter müssen bei Leistungserbringung bezahlt werden! Eine weitere Gefahr besteht darin, dass externe Texter oft kopierte Texte abgeben. Überprüfen Sie deshalb immer, ob die Texte einmalig sind, bevor Sie diese an den Auftraggeber weiterleiten. Nutzen Sie dafür zum Beispiel PlagAware.de.

Umsatzsteigerung gewünscht?

Wenn Sie Ihre Textaufträge weitergeben, können Sie niemals Ihren Umsatz steigern. Warum? Sie können die Qualität nicht garantieren. Sie positionieren sich nicht. Sie zeigen, dass Sie austauschbar sind. Das sind alles Gründe, die gegen eine Umsatzsteigerung sprechen. Kein Auftraggeber zahlt viel Geld, wenn er nicht schon im Vorfeld weiß, welche Qualität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit er erwarten kann. Legen Sie sich deshalb fest und positionieren Sie sich!

Auf vielen Texter-Webseiten findet man eine in der Ich-Form gehaltene Startseite und in der Wir-Form gehaltene Folgeseiten. Ein untrügliches Anzeichen dafür, dass dieser Texter Aufträge weiterreicht (oder sich nicht traut, wirklich zu seiner Qualität zu stehen). Auch, wenn die komplette Webseite in der Wir-Form gehalten ist, zeigt das: Hier texten mehrere. Haben Sie Mut zur Einzigartigkeit!

Nur, wenn Sie immer hohe Qualität liefern und selbständig arbeiten, werden Sie wirklich erfolgreich sein. Die Alternative: Eine richtige Firmengründung mit angestellten und freien Textern, denn hier weiß der Kunde, dass mehrere Autoren texten und kann frei entscheiden, ob er das wirklich will.

Netzwerken

Im Alleingang texten bedeutet nicht, kein Netzwerk haben zu können. Im Gegenteil! Viele Texter sind spezialisiert. Kunden wissen es zu schätzen, wenn ihr Stammtexter ehrlich zugibt, in einer gewünschten Textform nicht genug Erfahrungen zu haben, dafür aber den Profi XYZ empfiehlt. Der Kunde spart dadurch Zeit und weiß, dass er sich auf seinen Texter verlassen kann.

Deshalb: Überzeugen Sie mit Ihrer eigenen Qualität und empfehlen Sie bei Bedarf einen Profi aus Ihrem Netzwerk. Viel Erfolg!

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